Die Eberstorffer 1513 - 1528

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Nur kurz waren die Eberstorffer die Herren der Burg, die zu dieser Zeit in ihrer XX Bauphase war.

Wolfgang Ruckendorfers Tante Barbara war verheiratet mit Benusch von Eberstorff, einem Mitglied einer der ältesten einheimischen Herrenstandsgeschlechter, das seit dem 11. Jahrhundert in Niederösterreich beheimatet war.

Im Laufe der Jahrhunderte erwarben die Eberstorffer Besitzungen im ganzen Land. Durch den so angehäuften Reichtum wurde ihnen der Zugang zu höfischen Ämtern ermöglicht.

So war Benusch kaiserlicher Obermundschenk, Wolfgang, ein Verwandter bekleidete den Rang des „obersten Erbkämmerers in Österreich“, er war der Schatzmeister des Kaisers.
Dieser Kaiser war Maximilian der I., „der letzte Ritter“. In die Zeit seiner Regierung an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit, fallen tiefgreifende Veränderungen. Das Gedankengut des Humanismus erreicht auch das eher reaktionäre Österreich, der italienische Seefahrer Christoph Columbus entdeckt - unabsichtlich - Amerika und in Italien entsteht die Epoche der Renaissance.
Auch die Einstellung der Menschen zu ihrem Leben ändert sich fundamental. Im Mittelalter gab sich der Mensch in sein Schicksal, man könnte sagen, er wartete nur darauf, dass das „irdische Jammertal“ möglichst bald an ihm vorübergehen sollte und er in das versprochene Paradies eingehen könnte. Diese deterministisch-passive Haltung wurde von einer aktiven Diesseits-Bezogenheit abgelöst. Erstmals wurde dem Menschen klar, dass er selbst an seinem Schicksal Hand anlegen kann.

Unter Kaiser Maximilian I. kam es aber auch zu einer Revolution in der Kriegsführung. Das bisher sehr erfolgreiche Rittertum wurde von einer bahnbrechenden Entwicklung abgelöst: den Feuerwaffen.
Im kaiserlichen Heer wurde die Artillerie eingeführt.
Die Reformen machten auch vor der Politik nicht halt. Maximilian beschnitt die wachsende Macht der Landesfürsten, indem er verschiedenste Posten an Juristen vergab. Diese war die Geburtsstunde des Beamtenapparates.
Außerdem wurde an den heimischen Universitäten eine neue Studienrichtung eingeführt: Römisches Recht. Mit diesem Schritt sollte das über Jahrhunderte gewachsenen und völlig unübersichtlichen Gewohnheitsrecht vereinheitlicht werden.

Obwohl Benusch Eberstorffer am Hof Maximilians sehr engagiert war und so von den Reformen des Kaisers gewusst haben müsste, verfasste er vor seinem Tod noch einen „Banntaiding“ - das ist die schriftliche Aufzeichnung des überlieferten Gewohnheitsrechts - für die Herrschaft Araburg. In diesem werden allerdings nur die Strafen für kleinere Delikte aufgelistet, da für Kapitalverbrechen das Landgericht zuständig war. Dieser Banntaiding wurde aber scheinbar nicht mehr zu Lebzeiten Benuschs fertiggestellt, da er von seinem Sohn Sigmunt unterzeichnet ist.
Sigmunt von Eberstorff - Tiernstein und sein Bruder Reinprecht, die ihren Namen mit dem ausgestorbener Verwandter vereinigten, erben nach dem Tod des Vaters dessen Besitz, darunter auch die Araburg.

1528 verkauften sie diese allerdings bereits wieder an Sebald Pögl.

Aktualisiert ( Dienstag, den 03. Juni 2008 um 18:29 Uhr )  
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