Die Ruckendorfer - Die Raubritter

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Die Nachfolger als Herrschaftsgeschlecht auf der Araburg waren die Ruckendorfer. Es ist nicht sicher geklärt, wann welcher Ruckendorfer in den Besitz der Araburg kam. Petrossy schreibt, dass sie als Lehen an Johann Ruggendorfer gegeben wurde, Lehner und Rieck sind sich aber einig, dass Georg von Ruckendorf durch die Heirat mit Kunigunde von Arberg die Herrschaft erhielt.

Auch die Jahreszahl ist umstritten, da Georg 1408 von Herzog Wilhelm mit Araberg belehnt worden sein soll, wobei entweder die Jahreszahl oder der Name des Herzogs nicht stimmen können, da Wilhelm 1408 bereits zwei Jahre tot war.
Wie es auch immer dazu gekommen sein mag, in einer Urkunde aus dem Jahr 1418 wird Georg von Ruckendorf als „Dominus de Arberg“ genannt. Georg scheint aber nicht der erste Ruckendorfer auf der Araburg gewesen zu sein, da er sich gegenüber den Anschuldigungen des Stiftes Lilienfeld, er übe zu Unrecht Gericht auf den Klostergütern in Kaumberg aus, mit der Begründung verteidigte, bereits „sein Vater und die Vorbesitzer von Arberck“ hätten dieses Gericht ausgeübt.

Um sich von der in Ruckendorf verbliebenen Familie zu unterscheiden, benannte sich die nun auf der Araburg ansässige Linie nach dem Berg die „Arberger“. Dieser Namenswechsel könnte nun zwar zu Verwechslungen mit dem vorhergehenden Geschlecht der Besitzer der Burg führen, er ermöglicht andererseits aber die Unterscheidung zu anderen Namensvettern, den „Roggendorfern“ die ebenfalls im Traisen-Gölsental Güter besaßen.

Das 15. Jahrhundert sollte ein sehr bewegtes Säkulum werden. An seinem Beginn stand ein Bürgerkrieg, in dessen Verlauf die Landstände durch ihr Eingreifen zu einem wichtigen Machtfaktor wurden. Darauf folgten eine große Pestepidemie und ein neuer Krieg. Ein Glaubenskrieg, ausgelöst durch die Verbrennung des Reformators Jan Hus. Doch auch damit war die Serie der Katastrophen noch nicht beendet. Auf den Einfall der Ungarn folgte um die Mitte des Jahrhunderts ein neuerlicher Bürgerkrieg.

Von den Arbergern des 15. Jahrhunderts ist nicht viel bekannt. Sie dürften dem Bild, welches das Stift Lilienfeld über die Bewohner der Araburg hatte, nämlich dass sie Raubritter wären, allerdings relativ nahe gekommen sein. So ist etwa von Lienhart Arberger bekannt, dass er um die Mitte des Jahrhunderts zu den Horden gehörte, die, die politische Situation ausnützend, plündernd und raubend durch die Gegend um Lilienfeld zogen.
Auch sein Nachfolger Georg von Arberg nahm an verschiedenen kleineren Raubzügen, beispielsweise in Mähren teil, durch welche den Einwohnern „ir gut genomen und in anderwege ettwe scheden zugefugt“ wurde. Diese Untaten trugen ihm allerdings lediglich eine Verwarnung von Kaiser Friedrich III. ein, der ihn auch in diesem Schreiben mit der üblichen Anrede „Getreuer lieber“ titulierte.
Wolfgang von Ruckendorf war ein erbitterter Feind des Kaisers, was soweit ging, dass der Kaiser ihn zwang, ihm schriftlich „Urfehde“, das heißt Frieden zu schwören. Dieses Dokument wurde zu „Arwergk“ ausgestellt, was bezeugt, dass der Ruckendorfer also auf der Burg wohnte, obwohl er den alten Namen der Familie wieder angenommen hatte.
Anfang des 16. Jahrhunderts verstarb Wolfgang von Ruckendorf, ohne einen Erben zu hinterlassen. Von 1504 an prozessierte daraufhin seine Tante Barbara mit den Starhembergern, die ebenfalls Anspruch auf das Erbe des Ruckendorfers erhoben.
1513 wurde der Prozess entschieden und das Erbe Barbara von Eberstorff zugesprochen.

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 03. Juni 2008 um 18:18 Uhr )  
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