Die Arberger 12. - 15. Jhdt

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Es ist nicht völlig geklärt, woher das Geschlecht der Arberger stammt. Petrossy nimmt an, dass die Gründer aus einer Seitenlinie des damals in der Schweiz blühenden Geschlechtes der Edlen von Aremberg, die im zwölften Jahrhundert nach Österreich einwanderten, stammten.

 

 

Lehner verwirft diese Annahme als nicht beweisbar. Er führt mehrere solche „Namensvettern“ an, die sich, wie verschiedene Urkunden beweisen, im 12. und 13. Jahrhundert in der Schweiz, in Bayern, sowie in Nordrhein-Westfalen und Köln finden. Der Name „Arberg“ war also im Mittelalter ein durchaus verbreiteter Name und Lehner hält den Gedanken, all diese Arberger seien miteinander verwandt, für „ziemlich abwegig“.
Es ist durchaus möglich, dass nicht der Berg den Namen von seinen Bewohnern erhalten hat, sondern sie von ihm. Die etymologische Deutung des Namens „Arberg“ ist genauso umstritten, wie die Herkunft der Arberger. Die naheliegende Assoziation wäre, dass sich „Ar-„ von „Aar“, also Adler, ableitet, zumal die Arberger in ihrem Wappen einen Adler führten.
Rieck leitet im Jubiläums-Heimatbuch der Marktgemeinde Kaumberg den Namen Araberg, in der Annahme, dass der aus der Zeit der Römer bzw. Kelten oder Illyrer stammt, vom lateinischen Wort „ara“ her, was soviel bedeutet wie Altar, Opferstätte oder auch Zufluchtsort. Dies könnte auf eine Kultstätte hinweisen, die möglicherweise in dieser Zeit hier eingerichtet gewesen sein könnte.
Wie auch immer, die Erbauer der Burg nannten sich Arberger und waren mit mehreren Familien verwandt, die auf Burgen der näheren Umgebung saßen, wie den Hohenstauf-Altenburgern, den Stiefern-Gaaden und den Arnsteinern.
Die Tatsache, dass wir von den frühen Besitzern der Burg etwas mehr wissen, als ihre Namen, die urkundlich erwähnt wurden, wenn sie zufällig als Zeugen einer Rechtshandlung auftraten, verdanken wir dem ständigen Streit zwischen den Burgherrn und dem benachbarten Stift Lilienfeld.
Der Stein des Anstoßes war meist die Pfarre Kaumberg, die vermutlich um 1200 vom ersten namentlich bekannten Arberger, Chunrat, gegründet wurde.
Mit dem Besitz einer Pfarre waren nämlich beträchtliche Einkünfte verbunden.
Schon wenig später gab der Bischof von Passau die Pfarre dem Kloster Klein-Mariazell zum Lehen, was in einem Rechtsstreit zwischen den Klosterbrüdern und den Arbergern endete. Im Jahre 1256 unterzeichnete Albero „der Ältere“ von Arberg eine Verzichtserklärung zu Gunsten des Klosters.
Albero lag aber offensichtlich auch mit dem Stift Lilienfeld im Streit, das durch ihn einen - nicht näher bezeichneten - Schaden von 200 Talenten erlitt. Forderungen, den Schaden zu vergüten, kam er nicht nach. Erst „in Todesgefahr“ erklärte er sich bereit, dem Stift ein halbes Pfund Einkünfte in Spielbach zu schenken. Als er der Gefahr glücklich entronnen war, lieferte er das Versprochene jedoch nicht aus. Erst nach seinem Tod kam das Stift zu dem Schadenersatz, den der Erbe Alberos, sein Bruder Albero „der Jüngere“ allerdings bald wieder „gewaltsam an sich“ riss. Erst 1267 kam das Kloster wieder in Besitz der Einkünfte, nachdem Albero der Jüngere zu deren Herausgabe verurteilt wurde.
Auch ein späterer Nachfahre, Osso (auch: Offo) - setzte den Streit mit dem Kloster fort, beendete ihn aber im Jahre 1281 selbst durch einen „gütlichen Vergleich“.
Ein Ruedolf von Arbuerch bezeugte im Jahr 1330 ein Bündnis zwischen König Johann von Böhmen und Herzog Albrecht II. von Österreich.
Um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert erlosch das Gründergeschlecht der Araburg.

Aktualisiert ( Dienstag, den 03. Juni 2008 um 18:14 Uhr )  
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