III. Bauperiode

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Diese Bauperiode brachte keine Vergrößerung der Burg, sondern eine Verstärkung der Verteidigungseinrichtungen sowie eine Renovierung und Verdichtung der Baustruktur.

 

Bei der ersten und zweiten Bauperiode ist die Datierung problematisch und kann nur über spezifische Architekturformen erfolgen. Bei diesem Bauabschnitt hilft die Jahreszahl 1457, die mehreren historischen Beschreibungen zufolge früher über dem Eingang der Kapelle zu sehen war. Man nimmt an, dass sie sich auf die Weihe derselben bezieht, die möglicherweise den krönenden Abschluss der Bauarbeiten darstellte. Entsprechend dieser Folgerungen wäre die dritte Bauperiode um die Mitte des 15. Jahrhunderts zu datieren. Der Burgherr wäre damals Georg von Ruckendorf gewesen, was die Wahl des Heiligen Georg zum Patron der Kapelle erklären würde.
Am Beginn dieses Bauabschnitts stand möglicherweise eine Katastrophe. Durch die Erosion des Burghügels war die Nordwand abgerutscht. Am nordwestlichen Ende des Berings findet sich eine Baufuge, die den nördlichen vom westlichen Mauerteil trennt. Da die Nordmauer jünger ist und nicht in die Westmauern einbindet, liegt der Schluss nahe, dass die zurück versetzt wurde. Verlängert man die Bauflucht des noch bestehenden Teils der Nordmauer, so trifft sie etwa zwei Meter innerhalb des Ringmaueranschlusses der zweiten Bauperiode auf die Ostmauer des Berings. Um diese Distanz war sie also versetzt worden.
Diese Theorie wird durch die Tatsache bestärkt, dass der neu errichteten Mauer einige Jahrhunderte später dasselbe Schicksal widerfuhr: sie rutschte ebenfalls ab.
Durch den Absturz der alten Ringmauer wurden die angrenzenden Gebäude des oberen Burghofes schwer beschädigt. Neben der Aufrichtung der neuen Mauer wurde auch die hofseitige Wand des Nordwestbaus erneuert.
Die Bedeutung dieser Bauperiode liegt aber nicht so sehr in der Renovierung der beschädigten Bauten, sondern im Neubau der Gebäude, die noch heute Charakteristika der Burg sind. Es wurden neben dem Sporn des Bergfrieds auch die Kapelle, der Torturm und der Küchenbau errichtet. Die drei letztgenannten Gebäude können anhand ihrer architektonischen Gestaltung in einen unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang gestellt werden.
Der Anbau des Sporns an den Bergfried diente der Verstärkung gegen möglichen Beschuss von der gegenüberliegenden Anhöhe. Gleichzeitig erfuhr auch das Burgtor eine wesentliche Verstärkung durch die Errichtung des Torturmes.
Erst am Ende der Gotik waren also auf der Araburg alle Gebäude vorhanden, die neben Bergfried und Palas für eine mittelalterliche Burg charakteristisch sind: Kapelle, Torturm und Küchenbau.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 04. Juni 2008 um 14:50 Uhr )  
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