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Im heutigen Baumgartnerhof wohne einst ein frommer Knecht, der jeden Sonntag zur Georgskappelle auf die Araburg ging um dort in der Stille der zu dieser Zeit bereits verlassenen Burg sein Gebet zu verrichten. Eines Tages nachdem der Knecht sein Gebet beendet hatte und er die Burg verlassen wollte, erschien ihm im Burghof ein altes Weib. Sie sagte ihm: „ Du hast die Macht, den vergrabenen Burgschatz zu heben. Komm nächsten Sonntag wie gewohnt zum Beten. Dir wird eine feurige Schlange erscheinen, die einen Schlüsselbund im Rachen hat. Diesen sollst du ihr mit einem Stabe entreißen. Damit kannst du dann ungehindert den Schatz heben“.
Am nächsten Sonntag ging der gläubige Mann wieder den Berg hinan. Schon von weitem sah er die feurige Schlange, worauf ihn solche furcht erfasste und er davon lief. Trotzdem ging er am darauffolgenden Sonntag wieder in die Burgkapelle. Abermals erschien ihm die Frau. „Du hättest die Macht gehabt den Schatz zu heben und mich zu erlösen. Ich muss jetzt warten bis aus einem Kirschkern im Burghofe ein Baum gewachsen ist. Wenn dieser umgeschnitten wird, baut man aus dem Holze eine Wiege. Das Kind das in dieser Wiege liegt hat abermals die Macht den Fluch zu brechen, wenn es 9 Jahre alt ist“.
Weiteren berichten zu Folge erschien die weiße Frau auch auf Bauernhöfen und wiederholte ihre Weissagung. Der Familie sollte ein Kind, ein Mädchen geboren werden - und zwar an einem Sonntag. Dieses Mädchen sollte in die Kirschbaum-Wiege gelegt werden und sobald das Mädchen 12 Jahre alt ist in der ersten Sommervollmondnacht um Mitternacht zur Burg kommen und den Schatz heben. Als es soweit war, begleiteten die Eltern ihre
Tochter zur Burg bis zum Eingang der Ruine. Die weiße Frau erschien und ließ nur das Kind in die Burg hinein. Wieder erschien die Schlange mit dem Schlüssel im Maul, wobei die weiße Frau sagte dass das Kind den Schlüssel nehmen sollte, und einen Lageplan zum Schatz erhalten werde um die Reichtümer zu finden. Angsterfüllt rannte das Kind zu seinen Eltern zurück und alle suchten gemeinsam das Weite. Die weiße Frau und die Schlange verschwanden daraufhin. Der Schatz wurde bis heute nicht gefunden. Von dieser Sage sind mehrere Versionen bekannt, die sich aber nur in
den Details unterscheiden, alle berichten von der Weißen Frau, ihrem Schatz und der Wiege aus dem Kirschbaum. Eine ähnliche Sage gibt es über die Ruine von Hohenberg.
Den zweiten Teil erzählte in den 1940er Jahren Alois Fischbacher. Bestätigt wurde dieser von Josef Obermaier. Dieser will auch die weiße Frau des Öfteren in den Wäldern um und in der Burg gesehen haben, Botschaft übermittelt hat sie ihm aber keine.
Bei Bauarbeiten für das Burgstüberl auf der Burg fand man einen großen Metallschlüssel eingemauert in einer Nische. Dieser Schlüssel wechselte mehrmals den Besitzer, der verbleib ist ungewiss. Wie bei unserer Baugeschichte berichtet zerstörten Schatzsucher anfang des 20 Jahrhunderts eben auf der Suche nach diesem Schatz viel an der Burg. Johann Deimbacher, der uns für www.araburg.at bei den Recherchen geholfen hat, erzählt deshalb diese Sage nicht gerne, weil er Angst hat, dass Geldgier noch mehr Schaden an der Burg anrichtet.






Alle zwei Jahre finden in der Arena im Burghof Sommerspiele statt. Die Kaumberger Burgschauspieler, eine Laientheatergruppe die sich dem erhalt der Araburg verschrieben hat stellt sich vor!