
Der Heilige Georg, ein römischer Offizier (* im 3. Jahrhundert evtl. in Kappadokien/Byzanz (in der heutigen Türkei); † 23. April um 303 evtuell in Lydda, Palästina ( in der Nähe von Tel Aviv)oder in Nikomedia (das heutige Izmit in der Türkei)) war ein Märtyrer, der zu Beginn der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (284–305) gestorben sein soll. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er zum beliebtesten Heiligen des Christentums. In den Ostkirchen wird er als Großmärtyrer und Erzmärtyrer verehrt.
St. Georg zählt zu den 14 Nothelfern, ist der Schutzpatron verschiedener Länder, (Adels-) Familien, Städte und Ritterorden. Die Georgskapelle ist also in Prominenter Gesellschaft. So ist der Hl. Georg unter anderem Schutzpatron von Barcelona, Genua, Konstantinopel, London, Moskau, Rio de Janeiro, Albanien, Katalonien, Kosovo, Malta und Tirol. Alleine dreizehn Ritterorden benennen sich nach ihm. Kaiser Maximilian I. von Habsburg, der letzte Ritter, führte den hl. Georg als Famileinpatron ein. Maximilian ist in Wr. Neustadt, in der Georgskapelle, begraben, also eigentlich ganz in der Nähe der Araburg.
Der Vorname Georg (und sprachliche Abwandlungen) gehört zu den beliebtesten Vornamen in Europa. Abwandlungen des Namens kennt man als York (wie in New York) oder auch Yorick ( in Hamlet, der „Totenkopf“ beim berühmten Zitat „sein oder nicht sein“), auch der Namen der Jörger, einst Besitzer der Araburg könnte auf eine Abwandlung des Georgs hinführen.
Ebenfalls ist der Hl. Georg Schutzheiliger der Bauern, Bergleute, Gefangenen, Reiter, Ritter und Schmiede, Soldaten und Wanderer (unter anderem) sowie der Spitäler. Seine Hilfe erbittet man bei Fieber, Hautkrankheiten, Kriegsgefahren, Pest, Syphilis und noch mehr.
Sein Symbol ist das sogenannte Georgskreuz. Das rote Kreuz auf weißem Grund ist in vielen Wappen und Flaggen enthalten. Weitere Heiligenattribute, die neben dem Georgskreuz als Erkennungsmerkmal dienen, sind der Drache, die Lanze sowie seine Darstellung als Ritter und Reiter. Der Märtyrer wird teilweise mit Palmwedel dargestellt.
Der heilige Georg und die Ritter
Im merowingischen Frankenreich ist die Georgsverehrung schon im 6. Jahrhundert bezeugt, die größte Popularität wurde Georg jedoch im hohen Mittelalter zuteil. Im Zeitalter der Kreuzzüge und des Rittertums verbreitete sich der Kult um den orientalischen Märtyrer zusehends. Georg wurde zum Schlachtenhelfer bei der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer, wurde als Soldat Christi zur Identifikationsfigur der Ritter und Krieger, zum Heiligen von Ritterorden wie dem gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstandenen Deutschen Orden oder den Templern. Georg galt als Ritter der Gottesmutter Maria auf Erden, dem im Übrigen der drachentötende Erzengel Michael im Himmel entsprach. Dabei dokumentiert der Wandel der Verehrung Georgs vom passiven, schmerzleidenden Märtyrer zum Patron der Kriegsleute den entsprechenden Wandel des Christentums von einer pazifistischen Religion zur Religion der Kreuzzüge. Vermutlich übernahm Georg hier das Drachenattribut vom Erzengel Michael, der durch Misserfolge bei den Kreuzzügen an Popularität verloren hatte. Zwar wurde Georg auch schon vor den Kreuzzügen als Ritter dargestellt, doch verfestigte sich dieses Bild durch diese Ereignisse.
Der Drachentöter
Ein Drachentöter ist eine fast ausschließlich männliche Heldengestalt, der es gelingt, einen mythologischen Drachen zu besiegen. Drachentöter finden sich in den Märchen, Legenden, Erzählungen und Sagen vieler Kulturkreise, außerdem in moderneren Genres wie Fantasy und Rollenspiel. Sie stehen für großen Mut und die Überwindung des Bösen. Im Falle unseres Georgs steht dieser Drache für das Böse, den Teufel.
Die Drachenlegende des Georgs von Kappadokien ähnelt verschiedenen Rittermärchen. Der Unterschied liegt in der Aussage. Georg rettet die jungfräuliche Königstochter vor einer Bestie, dem Drachen, indem er diesen tötet. Die Königstochter ist ein Opfer, das der Drache von der Bevölkerung fordert. Das Land ist nach der Tötung befreit und Georg rät zur Taufe. Diese wird im großen Stil veranlasst. In verschiedenen Versionen der Legende an einer unterschiedlich großen Menschenanzahl, die die Wirkung des Wunders verdeutlichen soll. Er ehelicht aber nicht die gerettete Königstochter.
Nachdem die Pfarrkirche Kaumberg dem Erzengel Michael geweiht ist finden sich in Kaumberg gleich zwei Drachentöter als Schutzpatrone. Im Buch Daniel in der Bibel wird der Kampf geschildert: „Im Himmel entbrannte ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.“






Alle zwei Jahre finden in der Arena im Burghof Sommerspiele statt. Die Kaumberger Burgschauspieler, eine Laientheatergruppe die sich dem erhalt der Araburg verschrieben hat stellt sich vor!